Logbuch meiner Radltour von Danzig nach St. Petersburg im Mai 2011

 

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20.Mai von Tartu nach Lake Peipi 65km, total 982, immer noch 230 km bis St.Petersburg

  

20.Mai von Tartu zum Lake Peipi

Ich habe mich erst spät zum Weiterfahren aufgerafft – die gestrige Tagesetappe hat meinen Schwung wohl etwas gebremst- und war dann von der Besichtigung der Altstadt von Tartu umso mehr hellauf begeistert!

Die Gebäude sind hervorragend restauriert, aber besonders die Anlagen außen rum, die Straßen, Plätze, Grünanlagen und Parks sind vom Feinsten angelegt und werden liebevoll gepflegt.

Viele junge Leute prägen das Straßenbild, man sitzt gerne zusammen, und genießt das Leben. Kaum vorstellbar, dass die grauen und grauenvollen Zeiten der kommunistischen Herrschaft noch gar nicht so lange zu Ende gegangen waren!

Ich fahre 40 km durch eine der schönsten Landschaften, die ich jemals gesehen habe. Zwar ohne spektakuläre und dramatische Höhepunkte wie in den Dolomiten zum Beispiel, aber wirklich lieblich, gepflegt, heiter stimmend! –  wie Südtirol bloß ohne Berge und ganz flach?

Laut Garmin fahre ich schon einige Kilometer ganz nahe und parallel zum Ufer des Peipi -Sees, endlich, kurz vor der Ortschaft Kallaste, sehe ich ihn dann zum ersten Mal .

Der Lake Peipi, nicht zu verwechseln mit dem Lake Pepsi in Amerika und bitte schön gleich gar nicht mit dem Lake Pippi, in den ich mich in jedem Fall weigern würde, auch nur meine Zehen hineinzustecken, ist unbekanntermaßen einer der großen Seen Europas. Er erstreckt sich von Nord nach Süd, ist 150 km lang und in der Ost-West-Ausdehnung gute 50 km breit, und da Berge fehlen, kann man das jenseitige Ufer nicht sehen.

Der See ist der Länge nach geteilt, der östliche Tei gehört zu Russland, der westliche zu  Estland.

Am estnischen Ufer liegen einige Dörfer von Altkatholiken, die,  um ihren Glauben unangefochten ausüben zu können, aus Russland bis hierher geflohen sind. Anhand der Anlage und dem Stil der Dörfer kann man immer noch den russischen Einfluss erkennen.

Soweit ich es heute in der Kürze sehen und beurteilen konnte, ist der Lake Peipi (Peipi Järv auf Estnisch, Cudskoje Ozero auf Russisch)  eines der herausragendsten Natur-und Landschafts-highlights Europas.

Es gibt hier noch massenhaft unbebaute Seegrundstücke, im Sommer aber leider auch eben so viele Mosquitos.

Hier hat mir mein lieber Sohn in seiner rührenden Sorgfalt für seinen alten Herrn ein superschönes Quartier reserviert, vor meinem Zimmer liegt der See, ganz ruhig, wirklich blau, blauer geht’s gar nimmer!

Zur Krönung des Tages bereitet mir das Personal des Hotels Aarde Villa - ich bin wieder mal der einzige Gast- eine köstliche Zanderbasierte Fischsuppe und einen gebackenen Zander, natürlich im Peipisee geboren, aufgewachsen und gefangen, zu.

 
20.5.11 21:30
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Terry (21.5.11 01:56)
Wonderful, funny, almost poetic. I am really enjoying your descriptions of the countryside and villages. And Leo - look how he has ensured your comfort on so many stages of your journey. I am impressed and envious.

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