Logbuch meiner Radltour von Danzig nach St. Petersburg im Mai 2011

 

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23.-26. Mai Tallin

 

23.-26.Mai Rasttage, Finnischer Meerbusen, Tallin

Am 23.Mai 20 km Radlausflug zur Ostseeküste. Die Küste ist eine jäh und senkrecht abfallende Steilküste, ca. 20 Meter hoch, man kann praktisch nirgends runter.

Am Ende meiner Runde übersehe ich, dass hinter mir pechschwarze Wolken aufgezogen sind. Am letzten Drücker erreiche ich ein Wirtshaus an der A1, der Hauptstraße, die Tallin mit Narva verbindet.

Kaum bin ich drinnen, beginnt es draußen aber richtig zu schütten.

Die Kneipe wird von einer kleinen koreanischen Dame betrieben, sie schaltet extra für mich die Discokugel und die dazu passende Discobeleuchtung an der Decke ein, so dass ich meine koreanischen Nudeln optisch aufgehübscht verzehren kann. Da der Regen nicht nachlässt und ich nix zum Schutz dabei habe, ordere ich ein Taxi, das mich und meinen Drahtesel trocken und warm zurück zum Hotel bringt.

24. Mai

Fahrt mit dem Linienbus nach Tallin, mein Rad und den größten Teil meines Gepäcks lasse ich im Hotel in Jöhvi zurück. Ich nehme nur meine Schmutzwäsche mit, da das Hotel in Tallin einen Laundry Service hat.

25. Mai

Stadtbesichtigung in Tallin. Da ich schon zweimal zuvor in Tallin war, kenne ich das mittelalterliche Stadtzentrum schon. Ich buche deshalb eine Doppelstockbus Sightseeing Tour durch das östliche Tallin. Um den Beginn des vorigen Jahrhunderts bauten sich rund um das Sommerschloss, das sich Zar Peter hier gebaut hatte, reiche St. Petersburger großzügige Villen in Holzhausarchitektur in die parkartige Landschaft, das heutige Stadtviertel Kadriorg, quasi das Bad Ischl des Nordens!

Am Nachmittag fahre ich durch halb Tallin ins Kristina Shopping Center, um für meinen Herrn Sohn und seine anstehende Radtour 4 Stück Speichen Muttern zu erstehen, neben den Taxikosten von 16 € mußte ich auch noch 0,40 € für die blöden Speichenmuttern löhnen.

Ja und da war noch die 15-Mann starke Haare Krishna Truppe, die durch das mittelalterlichen Stadttor Tallins, angeführt von einem Harmonikaspieler und einem Trommler, tänzelnd sich näherte. Die jungen Herren hatten alle ein friedlich beseeltes Lächeln im Antlitz, ihre Köpfe waren kahlgeschoren mit einem kleinen Haarschwänzel hinten dran und ein weißer Schminkstrich verband Stirn und Nase.  So bewegten sie sich tänzelnd und sich dabei hin und her drehend, manche hatten beide Arme gen Himmel erhoben – ein Bild des Friedens, der Freude und des Eierkuchens!

Das alles war zu viel für zwei sturzbetrunkene junge Russen! Sie dachten wohl, der Umzug fände ihnen zu Ehren statt und leicht wankend, ihre Bierflaschen hoch erhoben, reihten sie sich grölend in den Umzug der gelbweiß gewandeten Friedensjünger ein. (Ich habe im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt und kann euch gerne auf e-mail Anfrage das Bild zuschicken! – Das Leben ist manchmal wirklich schön!)

Den Abend verbringe ich mit Aila, Martinas Freundin aus Helsinki, mit der wir schon mehrmals gemeinsam den Winterurlaub verbracht hatten. Sie ist mit dem High Speed Catamaran in 90 Minuten von Helsinki herübergekommen, Da starker Wind und hoher Wellengang herrschte, kam sie ziemlich blass an Land. Wir sprechen über meine Reise, die baltischen Sprachen inclusive Finnisch und versuchen einen Termin für den nächsten gemeinsamen Schiurlaub zu finden. Mit der Nachtfähre kehrt sie bei beruhigter See ungekotzt wieder zurück nach Finnland.

26. Mai

Heute besichtige ich mit einer anderen Doppeldeckertour die westlichen Vorstädte Tallins.

Hier sieht man wenig spektakuläre, aber interessante Industriearchitektur des 20. Jahrhunderts, Bauhaus Villen, Baudenkmäler aus der Sowjetzeit und die so genannten Talliner Häuser, je  zwei symmetrische Wohnflügel aus Holz mit einem steinernen Treppenhaus in der Mitte. Die meisten Gebäude sind noch nicht renoviert, so dass die Tour für an Architektur der neueren Zeit nicht Interessierte eher enttäuschend zu sein scheint.

Am Spätnachmittag fahre ich zum Flughafen und helfe meinem aus Frankfurt angekommenen Sohn beim Transport seines umfangreichen Gepäcks nebst seinem Rad in sein Hotel.

Er nimmt an einer Insolvenzkonferenz für Osteuropa teil, neben seinem Anzug und seinem business Zeugs hat er sein gesamtes Gepäck für seine Radtour dabei, die er in zwei Tagen in Narva beginnen wird.

Er kann sich den Abend freinehmen, sodass wir ein entspanntes Dinner in einem netten indischen Restaurant am Hauptplatz von Tallin genießen können.

Unsere Wege trennen sich aber schon wieder, während er in Tallin seine Konferenz absolviert, begebe ich mich heute, den

27.Mai

wieder auf die 3 Stunden Busreise zurück nach Jöhvi, zu meinem Gepäck, meinem Radl und meinem Hotel.

27.5.11 10:06
 


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