Logbuch meiner Radltour von Danzig nach St. Petersburg im Mai 2011

 

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1. Juni Pulkove Airport St. Petersburg, Heimflug

Abflug nach München, 1.Juni  Pulkovo Airport  St. Petersburg

Very funny:

Nachdem ich mein Zeugs aus dem Taxi entladen hatte, der Taxifahrer wollte gerne mal eine Runde mit meinem vollbeladenen Radl drehen, was ich ihm auch gerne gewährte, ging es in die Abfertigungshalle.

Anstatt einem herzlichen Grüß Gott sind sie gleich zusammengelaufen und wollten partout mein Radl durch eine der Security Maschinen durchlassen.

Das konnte  aber schon ein Blinder mit dem Hacklstock sehen, dass mein Radl da nie und nimmer durchpassen würde. Aber meine ganzen zarten Proteste haben nix gefruchtet, zuerst haben sie es aufrecht probiert. Dann schräg, dann hatte eine der Offiziösinnen – oder war es gar schon eine Majorin, die glorreiche Idee, wenn es schon aufrecht nicht durchpasst, vielleicht geht’s dann wenn man das Radl umdreht, gesagt getan, das Radl sollte jetzt auf dem Kopf stehend in das Miniloch reinfahren, aber – wie alle in der inzwischen beträchtlich angewachsenen und amüsierten Zuschauermenge folgerichtig erwartet hatten - umgekehrt geht es auch nicht.

Jetzt wollen sie es mit Gewalt versuchen, der Lenker meines armen Radls zeigt schon nach hinten, da wird es mir aber zu dumm, ich erkläre ihnen, dass wenn an meinem Radl irgendwas kaputtgehen sollte, sie zu bezahlen hätten.

Daraufhin haben sie – natürlich vergebens - versucht, mich zum Zerlegen meines Radls zu bewegen!

Durch meine jahrelangen Ostkontakte abgebrüht (ich war viele Jahre bei Siemens im Osteuropavertrieb tätig und hatte damals, bereits zu Zeiten des kalten Krieges gelernt, mit den Grenzpappenheimern umzugehen) habe ich jetzt mal andere Seiten aufgezogen, habe verlangt, dass der höchste Offizier kommen sollte und habe seelenruhig angefangen, die in den Vorfall involvierte Truppe mit meinem iphone zu fotografieren, nebst meinem armen Radl, das ganz verdreht und unglücklich vor dem Loch der Security Maschine vor Angst schlotterte.

Wie erwartet, lösten meine Foto Aktivitäten eine heftige Reaktion aus, die ranghöchste  Milizionärin hat eigenhändig ihre Hand vor die Linse gehalten, wollte, dass ich die Fotos lösche, was ich sofort zusagte, jedoch nur, wenn sie mir nachweisen würde, dass es sich hier um einen militärischen Sicherheitsbereich handele.

Es hat dann gar nicht mehr lange gedauert, da kam der allerhöchste Offizier in Begleitung eines etwas weniger allerhöchsten Offiziers angerauscht, um das Chaos zu schlichten.

Mein Gott - es hat sich absolut gelohnt!

Dieser allerhöchste Offizier, wohl im Range eines Vizeadmirals, war eine der schönsten Frauen, die ich je gesehen hatte. Dunkler Typ, vielleicht Kaukasierin, lange schwarze Haare, eine bellississima figura ohne Ende (in die sexy Uniform  mit kniefreiem Rock gezwängt, high heels - of course!), mein Gott, wie war ich glücklich!

Ich habe auch schnell einen guten Draht zu ihr gefunden, sie hat das Problem erkannt und – sie war zweifellos Kategorie Eins Ehrenmitglied – hat ihren persönlichen Adjudanten losgeschickt, mit mir und dem Radl im Kielwasser, quer durch den Flughafen zu einer Spezial Security Maschine. Mit ihr können Passagiere, die zum Beispiel einen Autokran oder einen Caterpillar im Fluggepäck  mitführen, diese durchleuchten lassen.

Mein Radl war stolz wie Oskar, wie es aufrecht stehend, ohne irgendwo anzuecken, ganz locker durch den geräumigen Tunnel gefahren wurde!

Die ganze Zeit hat die Schöne aus dem Kaukasus meine vier Radltaschen plus den Helm bewacht, die inmitten der Security Halle wild aufgehäuft lagerten.

Jetzt war ich zurück, musste nur noch schnell hoch zum Lufthansa Ticket Schalter, wo eine Kategorie-3 Maus mich noch ein bisschen ärgern wollte. Sie wollte mir nämlich meine Angabe des Radlgewichts (18kg) nicht glauben.

Ich habe ihr dann einen Gratis Vortrag spendiert über customer orientation, habe ihr die Funktion meines Pfeffersprays eingehend erläutert und ihr ein Karriereende in Semipalatschinks in Hintersibirien in Aussicht gestellt, wenn sie nicht sofort spurt und mir ermöglicht, und zwar sofort hier und jetzt den Extratarif für den Radltransport zu entrichten. Das hat sie dann letztlich auch eingesehen und ich bin zurück zu der schönen Kaukasierin, sie hat immer noch brav auf mein Gepäck aufgepasst und auf mich gewartet.

Noch ein letzter Blick in ihre pechschwarzen Augen, mein zart hingehauchtes „Thanks a lot for your help, you are really beautiful and I will never forget you“ entlockt ihr ein müdes Lächeln und die Romanze endete, bevor sie noch richtig begonnen hatte.

Im Hochgefühl meines Triumphes habe ich mich von meinem geliebten Pfefferspray getrennt und habe es einem der russischen Security Guards geschenkt. Ich werde natürlich umgehend der Deutschen Wehrmacht und dem österreichischen Bundesheer einen entsprechende Tip zukommen lassen, so dass sich diese Staaten auf die veränderte Bedrohungslage rechtzeitig einstellen können!.

Ich war jetzt endgültig durch den Zoll durch und der Rest war nur mehr ein Klacks, keine weiteren Lufthansa-Fiesematenten und schon sitze ich im Airportrestaurant und freue mich auf den Heimflug und auf ein Wiedersehen mit meinen Lieben und Freunden.

PS: Mein abschließender Körperteil war ganz überrascht, als er erfuhr, daß es schon aus ist, und er wollte wissen, ob wir wieder mal sowas machen werden und ob er wieder mitfahren könnte!

Werde ich mir schwer überlegen!

Schaun wir mal.

1.6.11 13:22
 


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